Die Welt zu Gast bei Freunden

Mit einem furiosen Finale endete am Sonntagabend die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Mit dem Schlusspfiff nimmt auch das Technische Hilfswerk Abschied von einem seiner größten Einsätze. Täglich leisteten durchschnittlich 700 THW-Helfer in den vergangenen Wochen an allen WM-Spieltagen mit technischer Hilfe ihren ehrenamtlichen Beitrag für sichere Spiele.

„Die WM 2006 ist vorbei und das THW zieht eine erfolgreiche Bilanz. Die Sicherheitsstruktur in Deutschland ist gut aufgestellt. Im Zusammenspiel mit den anderen Partnerorganisationen haben wir in den vergangenen vier Wochen wertvolle Erfahrungen gesammelt, die den Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommen. Das THW hat bewiesen, dass es ein verlässlicher Partner im Katastrophenschutz ist“, resümiert THW-Präsident Albrecht Broemme. Als Einsatz- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes war das THW Bestandteil des nationalen Sicherheitskonzeptes und an allen Spielorten in die Notfallpläne eingebunden.

Die ehrenamtlichen Helfer des THW leisteten mit rund 17.000 Helfertagen in den zwölf WM-Städten und andernorts technische Hilfe, um für einen reibungslosen Ablauf der Spiele und die Sicherheit der Besucher sowie der 32 Mannschaften zu sorgen. Dabei verzichteten zahlreiche Helfer des THW in dieser Zeit auf Urlaub und stellten ihre Freizeit dem Allgemeinwohl zur Verfügung. „Der ehrenamtliche Einsatz der THW-Helfer und der aller anderen Einsatzorganisationen hat wesentlich zum Gelingen dieses einmaligen Ereignisses WM 2006 beigetragen. Ein solcher Beitrag ist heute nicht mehr selbstverständlich und verdient daher ein besonderes Maß an Anerkennung“, lobt Broemme die Motivation der vielen tausend Helfer.


Grundlegende Infrastruktur für den Notfall

Die Einsatzkräfte des THW übernahmen während der WM die Versorgung von Behandlungsplätzen mit Strom und Licht, die Unterstützung von Rettungsmaßnahmen, das Einrichten und Betreiben von Bereitstellungsräumen sowie die Verpflegung der Einsatzkräfte. Verbindungspersonal und Fachberater kooperierten mit den Einsatzleitungen der Feuerwehren. Im Nationalen Informations- und Kooperationszentrum (NICC) sicherten Verbindungsreferenten des THW den Informationsfluss mit dem Stab in der THW-Leitung.

Darüber hinaus stellte das THW Spezialkräfte, um im Notfall die Telekommunikationsverbindungen aufrechtzuerhalten und unter komplexen Gefährdungslagen Ortung und Gebäudesicherungen durchzuführen. „Diese Infrastruktur im Hintergrund war grundlegend für eventuelle Rettungsarbeiten im Notfall“, beurteilt THW-Präsident Broemme den Einsatz des THW. Abseits der Stadien waren ehrenamtliche THW-Kräfte bei Fanfesten und Public-Viewing Veranstaltungen sowie zur Unterstützung der Bundespolizei im Einsatz.

Das THW bereitete sich seit 2003 auf das auf absehbare Zeit größte Ereignis in Deutschland vor. Entsprechend seinen Kompetenzen hat das THW für die Weltmeisterschaft 2006 eine Reihe von Aufgaben übernommen, um seine Partner in der örtlichen Gefahrenabwehr zu unterstützen. Der modulare Aufbau und die spezialisierten Fachgruppen der Bundesanstalt ermöglichen bundesweit ein anforderungsgerechtes Reagieren auf die jeweiligen Einsatzanforderungen.

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