THW Backnang hilft bei der Bekämpfung der Hochwasser in Donauwörth, Brandenburg und in Polen

Das Jahrhundert-Hochwasser hat Polen noch immer fest im Griff: In den zurückliegenden Tagen haben Regenfälle vielerorts die Situation verschärft. Die polnische Regierung hat nun erneut um deutsche Unterstützung beim Kampf gegen die Wassermassen gebeten. Das THW wird ab Montag mit fünf mobilen Einheiten zur Hochwasserbekämpfung in den betroffenen Gebieten eingesetzt.

Am Sonntagmorgen wurden vom THW Ortsverband Backnang 2 Spezialisten in das Hochwassereinsatzgebiet nach Polen entsendet. Bei den THW-Einheiten handelt es sich um sogenannte „High Capacity Modules“ (HCP), wie sie vom THW bereits in den vergangenen Wochen entlang den Flüssen Oder und Weichsel eingesetzt wurden. Die Backnanger Helfer stellen für das HCP-Modul in Baden-Württemberg eine große Anzahl von Mitarbeitern sowie spezielles Material zur Hochwasserbekämpfung.
Die HCP-Module sind im Gemeinschaftsverfahren der Europäischen Union von der Bundesregierung gemeldeten Einheiten. Jede der Einheiten verfügt über eine Havariepumpe mit einer Leistung von 15.000 Litern pro Minute und zwei weiteren Großpumpen mit einer Kapazität von 5.000 Litern pro Minute. Die Geräte können in unzugänglichen Gebieten eingesetzt werden und sind dafür ausgelegt, Wasser über eine Entfernung von bis zu einem Kilometer zu pumpen. Insgesamt werden rund 80 Einsatzkräfte des THW aus ganz Deutschland in die Katastrophenregion geschickt.


Die HCP-Module werden von fünf der acht THW-Landesverbände gestellt. Die THW-Kräfte sammeln sich am Sonntag zunächst im sächsischen Görlitz und werden ab Montag in den polnischen Hochwassergebieten eingesetzt und die Behörden vor Ort bei der Flutbekämpfung unterstützen.

Bereits in der vergangenen Woche war ein Vermessungsspezialist aus Backnang im überschwemmten Gebiet in Brandenburg im Einsatz. Der Helfer war in Schwedt, etwa 100km nördlich von Frankfurt an der Oder zusammen mit mehreren Helfern aus Berlin stationiert. Hier befinden sich drei Überschwemmungsflächen, die insgesamt eine Menge von 80 Millionen Kubikmetern Wasser fassen können und sich über eine Ausdehnung von 4500 Hektar erstrecken. In Brandenburg sowie in Donauwörth wurde mit dem in Backnang stationierten mobilen Hochwasserpegel die Oder und Donau überwacht.

Mit Hilfe des mobilen Hochwasserpegels können Wasserstände automatisch erfasst und an eine Datenbank gesendet werden. Somit müssen die teilweise gefährlich zugänglichen Messstellen nicht mehr von Personen kontrolliert werden. Bei Überschreitung des Grenzwertes werden die Hochwasserhelfer per SMS alarmiert. Die vom THW entwickelten mobilen Hochwasserpegel sind für Baden-Württemberg in Backnang stationiert.

Das THW ist die Einsatzorganisation des Bundes im Bevölkerungsschutz. Deutschlandweit engagieren sich rund 80.000 Frauen und Männer freiwillig im THW und leisten national und international technisch-humanitäre Hilfe. Sie sind ein Bestandteil des bundesweit vernetzten Gefüges der Hilfsorganisationen.

Mehr Informationen zum aktuell laufenden Einsatz in Polen erhalten Sie auch im Internet unter www.thw.de

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