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Mindestens 125 Schafe einer insgesamt über 500 Tiere zählenden Herde sind in den vergangenen Wochen qualvoll verendet. Nach Polizeimitteilung waren sie vom Schäfer in der vergangenen Woche „etwas vernachlässigt“ worden – so die Backnanger Kreiszeitung.
Bereits am Freitagabend, 25.02.05, wurde der THW Ortsverband Backnang vom Veterinäramt Backnang alarmiert. Der Einsatzort war in Spiegelberg. Dort sollten die überlebenden 375 Tiere in einem Stall untergebracht werden. Da die Stallung wegen der heftigen Schneefälle der letzten Wochen nicht zu erreichen war, wurde ein THW-Erkundungsteam losgeschickt. Aufgabe war es zu klären, wie in den nächsten Tagen die tierärztliche Versorgung sowie die Nahrung für die Tiere sichergestellt und hierfür die rund ein Kilometer lange Feldwegstrecke befahrbar gemacht werden kann. Da sich unter der 50 cm dicken Schneedecke eine Eisschicht gebildet hatte, konnte kein herkömmliches Räumfahrzeug mit Schneepflug die Aufgabe erledigen. Für Fahrzeuge bestand zu diesem Zeitpunkt akute Gefahr des Abrutschens.
Bereits am Samstagmorgen war der Ortsverband Backnang mit sieben Helfern, Schaufeln und Schneefräsen vor Ort um die großen Schneemassen zu beseitigen. Nach acht Stunden langer Schaufel- und Fräsarbeit konnte der Feldweg zusammen mit Vertreter des Veterinäramtes freigegeben werden. Während der Arbeiten wurden zwei Helfer sogar Geburtshelfer. Ein Landwirt bat die THWler bei der Geburt eines Schafes, in seinem an dem Feldweg liegenden Stall, behilflich zu sein. Mit Erfolg.
Der Einsatz endete mit der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft in Backnang gegen 19 Uhr.
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